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Pressemitteilungen:
11. April 2006München. Die Frauenpolitik der Europäischen Union nimmt eine Vorreiterfunktion für die nationale Gesetzgebung ein, stellte Professor Ursula Männle, stellvertretende Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung auf der Arbeits- und Programmkonferenz der Bayerischen Landfrauenvereinigung Anfang April in München fest.
Damit Fraueninteressen überhaupt wahrgenommen werden, müssten nach bisherigen Erfahrungen jedoch mindestens ein Drittel eines Entscheidungsgremiums mit Frauen besetzt sein. Deshalb appellierte Ursula Männle an die Frauen, sich in die Politik einzumischen und einen ausgeprägteres Machtbewusstsein zu entwickeln. Europaweit haben es Frauen im ländlichen Raum besonders schwer, dies zeigte die Referentin am Beispiel der schlechten sozialen Absicherung der meisten Frauen in der Landwirtschaft und der hohen Arbeitslosigkeit durch den massiven Rückgang der Landwirtschaft mit gleichzeitig fehlenden Job-Alternativen. Um zielgenau auch auf Bedürfnisse der Frauen politisch zu agieren, sollen die im März 2006 vom Ministerrat der EU beschlossene Aufschlüsselung künftiger Statistiken nach Geschlecht dienen.
Von großem Vorteil wäre auch eine kontinuierliche und gezielte Lobbyarbeit der Verbände und Schützenhilfe zur Verbandsbildung aus den alten EU-Ländern für die Frauen der neuen Beitrittsländer. Die Bundes- und Landesvorsitzende der Bayerischen Landfrauenvereinigung, Maja May, zeigte sich offen für diese Anregung und bot der zweiten Referentin des Tages, Generalkonsulin Veneta Momtcheva aus Bulgarien ihre Unterstützung an. Diese stellte ihr Land, dessen EU-Eintritt für den ersten Januar 2007 geplant ist, in Form eines geschichtlichen Rückblicks mit zahlreichen Verbindungen zu Bayern vor. Sie beklagte die Alterdiskriminierung und hohe Dauerarbeitslosigkeit der Frauen in Bulgarien. Frauen auf dem Land tragen die größte Last der Wende, da sie mehrere Funktionen in Familie, Haushalt und Hof mittragen und kaum Zugang zu Bildung und Sozialleistungen haben. Von der Aufnahme des Landes in die EU erhofft sich die Generalkonsulin eine Verbes-serung der dörflichen Infrastruktur und eine Stärkung der lokalen Selbstverwaltung, welche Fraueninteressen berücksichtigt.
Im Konferenzteil der Tagung äußerten die Diözesanvorstände dem Landesvorstand ihre Anliegen, darunter das langfristige Streben nach einem zeitgemäß klingenderen Namen für den Verband.
München. Mit ihrem neuen Internetauftritt unter der neuen Adresse www.landfrauenvereinigung.de präsentiert sich die "Bayerische Landfrauenvereinigung e.V." im Internet. Der Auftritt steht ab 1. März 2007 im World Wide Web. Realisiert wurde er unter dem Motto "Barrierefreiheit". Menschen mit besonderen körperlichen Handicaps wird hier die Möglichkeit gegeben, die Webseiten "lesen" und somit am technischen Fortschritt unserer Zeit teilnehmen zu können. Die Internetseiten zeichnen sich vor allem durch einfache Lesbarkeit, klares Design und nutzerfreundliche Handhabung aus. Jetzt ist es kein Problem, die Schrift zu vergrößern oder für Blinde, sich die Seiten vorlesen zu lassen. Eine Ausbildungsgruppe der "Journalistenakademie Dr. Hooffacker und Partner" hat den Internetauftritt gestaltet.
Die Bayerische Landfrauenvereinigung versteht sich als Interessensvertretung der Frauen im ländlichen Raum und gehört zum Dachverband des "Katholischen Deutschen Frauenbundes e.V.". Das Angebot der Vereinigung richtet sich nicht nur an Bäuerinnen, sondern an jede Frau, die auf dem Land lebt. "Die Landfrauenvereinigung setzt sich durch ihre Mitarbeit in verschiedenen Gremien und Organisationen dafür ein, dass Frauen auf dem Land eine größere Lobby bekommen. Wir machen Bildungsangebote, bieten Landfrauentage und Exkursionsfahrten an, arbeiten mit anderen Verbänden zusammen und bemühen uns, durch Öffentlichkeitsarbeit die Region zu stärken", erläutert die Landfrauenvorsitzende Maja May.
Die bayerische Landfrauenvereinigung engagiert sich für bessere Lebens- und Arbeitsverhältnisse der Frauen und begleitet kritisch den Strukturwandel im ländlichen Raum. Als Wertegemeinschaft wirbt sie für Verständnis zwischen Stadt- und Landbevölkerung und informiert über christliche Festzeiten und ländliches Brauchtum.
Die Vereinigung ist als gemeinnützig anerkannt, demokratisch verfasst und hat derzeit rund 160.000 Mitglieder.
Geschäftsstelle der Bayerischen Landfrauenvereinigung des KDFB e.V.
Schraudolphstr.1,
80799 München
Landesvorsitzende: Christa Reiterer
Referentin: Barbara Meier de Florez
Tel.: 089/28623-724, Fax: 089/283 951
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