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„Die Landfrauenvereinigung setzt sich durch ihre Mitarbeit in verschiedenen Gremien und Organisationen dafür ein, dass Frauen auf dem Land eine größere Lobby bekommen. Wir machen Bildungsangebote, bieten Landfrauentage und Exkursionsfahrten an, arbeiten mit anderen Verbänden zusammen und bemühen uns, durch Öffentlichkeitsarbeit die ländliche Region zu stärken,“ so die Vorsitzende der Bayerischen Landfrauenvereinigung Christa Reiterer . |
Die Bayerische Landfrauenvereinigung e.V., bietet jeder aktiven Frau vom Land, nicht nur den
Bäuerinnen, etwas Interessantes.
Unsere Vereinigung ist gemeinnützig anerkannt, demokratisch verfasst und hat derzeit rund
160.000 Mitglieder.
Wir verstehen uns als Interessenvertretung der Frauen im ländlichen Raum und gehören zum Dachverband des
Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB).
Unsere Wertegemeinschaft
Wir laden Sie herzlich zum Mitmachen ein!
Informationen zur Geschichte und Struktur der Bayerischen Landfrauenvereinigung finden Sie unter den folgenden Rubriken:
| Unsere Geschichte Mutige Frauen machten uns stark! |
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| Chronik des Vereins
Von der Gründung 1911 bis heute |
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| Verbandsstruktur
So sind wir organisiert Zuständigkeitsbereiche - Ansprechpartnerinnen |

Ursprung:
Die Not der Frauen auf dem Land zu Beginn des 20. Jahrhunderts veranlasste andere mutige Frauen Hilfe zu leisten. Das Leben der Frauen auf dem Land war geprägt durch:
Hierin findet sich auch der Ursprung der Bayerischen Landfrauenvereinigung. Am 6. Dezember 1911 wird die "Landfrauenkommission" ins Leben gerufen. Jene Frauen, die als "Gründungsmütter" bezeichnet werden, brachten ihr Wissen ein und machten Einfluss geltend, so dass ganz erstaunliche Erfolge möglich wurden. Von den Gründungsjahrzehnten bis in die heutige Zeit haben sich immer wieder Frauen eingesetzt, die mit großem Engagement und der nötigen Gelassenheit, mit Weisheit und Toleranz, über alle Standesunterschiede hinweg, ihre Verantwortung für die Landfrauen erkannt haben.
Mutige Frauen, die in der Geschichte des Verbandes herausragende Persönlichkeiten ihrer Zeit waren:
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Therese Ullrich:
Kämpfte auf ihren Veranstaltungen für Frauenrechte und ihre tiefe religiöse Überzeugung. Sie gründete zahlreiche ländliche Zweigvereine. |
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Josepha Weiß:
Richtete ab 1912 Suppenschulen in Niederbayern ein, in denen ältere Mädchen angewiesen wurden, für die meist an Rachitis erkrankten Schulkinder nährreiches Essen zu kochen. |
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Gräfin Anna Spreti:
Organisierte Säuglingspflegekurse, prangerte die "rücksichtslose Gleichgültigkeit gepaart mit krassem Egoismus gegenüber der Frau, Mutter und Bäuerin" an. |
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Baronin Elisabeth Riederer von Paar:
Sammelte für die "Mittelstandshilfe", welche die hungernde Stadtbevölkerung von 1920 bis 1923 versorgte, Lebensmittelspenden aus ländlichen Zweigvereinen. |
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Zita Zehner:
Führte ab 1928 hauswirtschaftliche Schulungen in klösterlichen Haushaltsschulen durch und unterstützte die Ausbildung der ersten Dorfhelferinnen. |
Diese engagierten Frauen stehen für viele weitere, die sich mit ihrem Handeln und Wirken für die Landfrauen Anerkennung erworben haben.

1911 (06.12.)
Berufung der "Landfrauenkommission" mit der Aufgabe, mitzuhelfen die gravierenden Mängel* im Land abzubauen und gleichzeitig den Aufbau ländlicher Zweigvereine in die Wege zu leiten. Vorsitzende: Gräfin Anna Spreti, Schloß Kapfing
* Bayern war Agrarland, ohne nennenswerte Industrie. Die Bevölkerung war verarmt. Viele soziale Probleme waren kennzeichnend für das Leben auf dem Land, wie hohe Säuglingssterblichkeit, Kinderarbeit, einseitige Ernährung, viele Krankheiten und niedriger schulischer Bildungsstand.
1912
Gründung des ersten ländlichen Zweigvereins in Vilsheim/Ndb. Mit weiteren Zweigvereinen wurden viele Aktivitäten entwickelt: religiöse und seelische Bildung, Auf- und Ausbau von Volksbibliotheken, Aufbau von Beratungsstellen (Kinder, Dienstboten, Versicherungswesen), Säuglingspflegekurse, Aufbau von Suppenschulen, Gründung kleiner Genossenschaften (Absatz von Geflügel, Eier, Gartenprodukte) sowie Flick- und Kochkurse.
1921
Erster großer Landfrauentag in Memmingen mit über 400 Bauersfrauen. Themen waren die wirtschaftliche Bedeutung der Frau sowie die Pflege und Erhaltung ländlicher Kulturwerte, Wohlfahrtspflege und weibliche Jugend.
Bis zum 1. Oktober 1930 wurden 451 solcher Landfrauentage abgehalten und dadurch weit über 135.000 Bauersfrauen erreicht.
1927
Ausbau der Arbeit unter dem Namen "Bayerische Landfrauenvereinigung des KDFB".
Ziel der Arbeit wird die Erlangung berufständiger Vertretungen.
1928
Der Frauenbund auf Bundesebene gibt neben der Zeitschrift "Frauenland" monatlich "Die katholische Landfrau" heraus. Die Zeitschrift wird zum wichtigsten Bildungsinstrument für die Landfrauen.
1929 (18.12.)
Offizielle Anerkennung der Bayerischen Landfrauenvereinigung des KDFB als Berufsorganisation der katholischen Landfrauen.
1933
Entzug der Anerkennung als Berufsorganisation durch die National-Sozialisten. Verlagerung der Aktivitäten auf religiöse Bildungsarbeit und soziale Hilfeleistungen.
1933 - 1945
Die gesamte öffentliche Verbandsarbeit wird durch den Nationalsozialismus unterbunden.
1946
Neubeginn der Arbeit der Bayerischen Landfrauenvereinigung des KDFB.
1947
Wiederaufnahme der bis heute jährlich stattfindenden Arbeitstagung für Lehrschwestern an den klösterlichen Berufsfachschulen / Hauswirtschaft.
1949 - 1951
In diesem Zeitraum werden 118 Landfrauen- und Jungbäuerinnentage mit 27.557 Teilnehmerinnen durchgeführt.
1951
Erste Landvolkshochschulenkurse für junge Frauen ab 18 Jahren im Kloster Indersdorf. Gabriele Weidl, Landessekretärin der Landfrauenvereinigung, leitet die Kurse.
Seit 1953 finden die neun- und zwölf-wöchigen Kurse zur Persönlichkeitsbildung am Petersberg im Landkreis Dachau statt. Seit 1997 gibt es stattdessen Kurzkurse mit einwöchiger Dauer.
1953
Im Rahmen der Wiedergutmachung erteilt das Bayerische Landwirtschaftsministerium dem Verband die Anerkennung als Berufsorganisation für die katholischen Landfrauen. Seither gewährt das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten eine jährliche Zuwendung zur Bildungsarbeit für die Landfrauen.
1954
Die Aktion "Schülerinnen helfen Landfrauen" (heute "Landleben auf Zeit" genannt) startet im Auftrag des Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.
Bis heute wird die jährliche Ferien-Aktion im August (drei bis vier Wochen) in den Diözesen Augsburg und Würzburg durchgeführt.
1956 (13.07.)
Die Bayerische Landfrauenvereinigung des KDFB wird ein eingetragener Verein (e.V.). Die Bayerische Landfrauenvereinigung ist Gründungsmitglied der "katholischen Dorfhelferinnen" in Bayern.
1977
Der Landesverbandes der Bayerischen Landfrauenvereinigung des KDFB e.V. beschließt eine neue Satzung. Neu ist der Bewusstseinswandel, dass Landfrauen nicht nur Bäuerinnen sind, sondern alle KDFB-Mitglieder im ländlichen Raum.
1984
88. Deutscher Katholikentag in München: Der Stand der Landfrauenvereinigung findet großes Interesse.
1991
Erstmals Unterstützung durch eine geringfügig beschäftigte Bürokraft.
1992
Jubiläum: "80 Jahre Bayerische Landfrauenvereinigung des KDFB e.V."
Das Haus der Bayerischen Geschichte zeichnet für die Landesausstellung "Bauern in Bayern" in Straubing verantwortlich. Die Bayerische Landfrauenvereinigung ist eingeladen mitzumachen und entwickelt ein Gesamtkonzept zum Thema "Brauchtum in Dorf und Kirche". Sechs Diözesanverbände der Bayerischen Landfrauenvereinigung gestalten je ein Wochenende zu einem speziellen Schwerpunkt (von Mai bis September).
1994
Erste Arbeits- und Programmkonferenz mit Landes- und Diözesanvorstand bei Missio in München. Ziele sind Stärkung inhaltlicher Arbeit und Bearbeitung aktueller Fragen.
1995
Der erste Studientag zu "Gentechnologie - Zukunftstechnologie" findet in Augsburg statt. Er ist eine gemeinsame Veranstaltung der Bayerischen Landfrauen- und Bayerischen Hausfrauenvereinigung des KDFB e.V. sowie der "Eine-Welt-Kommission" des KDFB-Landesverbandes.
1996
Studientag "Gentechnik in der Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie" in Nürnberg.
1998
Das Registergericht in München genehmigt die Neufassung der Satzung des Landesverbandes des Bayerischen Landfrauenvereinigung des KDFB e.V. (beschlossen bei der Bayerischen Landfrauenvereinigung-Landesdelegiertenversammlung am 06.10.1997).
1999
Bundesarbeitstagung der Landfrauenvereinigung "Europa - Aufbruch in ein neues Jahrtausend" in Augsburg
2000
Eine eigene Referentin in Teilzeit für die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit der Bayerischen Landfrauenvereinigung des KDFB e.V.
Die mehrjährige Aktion "miteinander-füreinander" und das "Frühstück der kurzen Wege" zur Bewusstseinsbildung von VerbrauerInnen sowie zur Unterstützung regionaler Vermarktung und fairen Handels sind neue Angebote im Jahresprogramm.
2001
Bei einer vernetzten Unterschriftenaktion geht es darum, das Thema "Ernährung und Hauswirtschaft verstärkt in die Lehrpläne der allgemeinbildenden Schulen einzubringen" (54.000 Unterschriften). Die Landfrauengruppe des BBV, Bayer. Landfrauen- und Bayer. Hausfrauenvereinigung des KDFB e.V., Bayer. Landesauschuss für Hauswirtschaft e.V., Bayer. Elternverband e.V. und die Bayer. Verbraucherzentrale Bayern e.V. arbeiten dabei zusammen.
2002
In Nürnberg findet die Festfeier "90 Jahre mit und für Frauen im ländlichen Raum" zum Motto "Das Land wird seine Frucht geben" statt.
2003
Auf allen Verbandsebenen setzen sich die Landfrauen kritisch mit Biotechnik und Biomedizin auseinander. Die Vorstandschaften lehnen verbrauchende Embryonenforschung, Präimplantationsdiagnostik und den Import embryonaler Stammzellen ab. Eine Stellungnahme zur Biotechnologie am Menschen wird verabschiedet.
Mit einer Unterschriftenaktion kämpft die Landfrauenvereinigung gegen die Schließung von Postagenturen im ländlichen Raum.
2004
Zum letzten Mal gibt es eine Arbeitstagung für Ordensschwestern an klösterlichen Berufsfachschulen für Hauswirtschaft.
Der demographische Wandel und "Alt werden auf dem Land" beschäftigt die Landfrauen bereits im Folgejahr auf dem Dorfseminar in der Abtei Plankstetten.
2005
Beschluss einer neuen Vereinssatzung: Die Bayerische Landfrauenvereinigung ist keine Berufsorganisation mehr, sie wird als gemeinnütziger Verband weitergeführt.
Die Förderung einer posiven Regionalentwicklung am Beispiel des Waldviertels in Niederösterreich steht im Mittelpunkt der Landesdelegiertenversammlung
2006
Arbeits- und Programmkonferenz in Zusammenarbeit mit der Hanns-Seidel-Stiftung tagt zum Thema "Was bedeutet die Europäische Union (EU) für Frauen". Die Generalkonsulin von Bulgarien berichtet über die Situation der Frauen im ländlichen Raum in ihrem Land.

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Geschäftstelle: Bayerische Landfrauenvereinigung des KDFB e.V. Schraudolphstr. 1 80799 München Tel.: 089/28623-724 Fax: 089/283 951 E-Mail: KDFB_Landfrauen@web.de Internet: www.landfrauenvereinigung.de Landesvorstand Landesvorsitzende: Christa Reiterer, Wurmannsquick Stellvertreterinnen: Margot Ampferl, Kösching Rosina Pallauf, Otterfing Referentin: Barbara Meier de Florez Montag und Mittwoch von 9.00 bis 16.00 Uhr Verwaltung: Heidemarie Zaus Donnerstag von 8.00 bis 15.00 Uhr |
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| Ansprechpartnerinnen in den Diözesen: Landfrauenvereinigung Augsburg: Berti Weigl, Hilgertshausen Landfrauenvereinigung Bamberg: Diözesanvorstandschaft offen bis zur Neuwahl 2010 Bis dahin sind die Ansprechpartnerinnen: Christa Reiterer, Landesvorsitzende der Bayer. Landfrauenvereinigung Elisabeth Schillab, Diözesanvorsitzende des KDFB in der Erzdiözese Bamberg Landfrauenvereinigung Eichstätt: Hannelore Wechsler, Pleinfeld Landfrauenvereinigung München/FS: Elisabeth Huber-Saffer, Münsing Landfrauenvereinigung Passau: Christa Reiterer, Wurmannsquick Landfrauenvereinigung Regensburg: Margot Ampferl, Kösching Landfrauenvereinigung Würzburg: Helga Wächter, Gerolzhofen |
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