Bayerische Landfrauenvereinigung des KDFB e.V.

Wir über uns

Bild von Christa Reiterer „Die Landfrauenvereinigung setzt sich durch ihre Mitarbeit in verschiedenen Gremien und Organisationen dafür ein, dass Frauen auf dem Land eine größere Lobby bekommen. Wir machen Bildungsangebote, bieten Landfrauentage und Exkursionsfahrten an, arbeiten mit anderen Verbänden zusammen und bemühen uns, durch Öffentlichkeitsarbeit die ländliche Region zu stärken,“ so die Vorsitzende der Bayerischen Landfrauenvereinigung Christa Reiterer .

Die Bayerische Landfrauenvereinigung e.V., bietet jeder aktiven Frau vom Land, nicht nur den Bäuerinnen, etwas Interessantes.
Unsere Vereinigung ist gemeinnützig anerkannt, demokratisch verfasst und hat derzeit rund 160.000 Mitglieder.
Wir verstehen uns als Interessenvertretung der Frauen im ländlichen Raum und gehören zum Dachverband des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB).

Unsere Wertegemeinschaft

  • engagiert sich für die Verbesserung der Lebens-und Arbeitsverhältnisse der Frauen im ländlichen Raum
  • wirbt für Verständnis zwischen Stadt- und Landbevölkerung und regionale Versorgung
  • begleitet kritisch den Strukturwandelim ländlichen Raum
  • bemüht sich um die Zukunft der Landpastoral
  • informiert über christliche Festzeiten und ländliches Brauchtum

 

Wir laden Sie herzlich zum Mitmachen ein!


Informationen zur Geschichte und Struktur der Bayerischen Landfrauenvereinigung finden Sie unter den folgenden Rubriken:

 

Unsere Geschichte
Mutige Frauen machten uns stark!
Chronik des Vereins
Von der Gründung 1911 bis heute
Verbandsstruktur
So sind wir organisiert
Zuständigkeitsbereiche - Ansprechpartnerinnen




Bild von Landsberg








Geschichte der Bayerischen Landfrauenvereinigung



Ursprung:

Die Not der Frauen auf dem Land zu Beginn des 20. Jahrhunderts veranlasste andere mutige Frauen Hilfe zu leisten. Das Leben der Frauen auf dem Land war geprägt durch:

  • Armut
  • Einseitige Ernährung
  • Hohe Säuglingssterblichkeit
  • Bildungsmangel
  • Arbeitsüberlastung
  • Gesellschaftliche Geringschätzung

Hierin findet sich auch der Ursprung der Bayerischen Landfrauenvereinigung. Am 6. Dezember 1911 wird die "Landfrauenkommission" ins Leben gerufen. Jene Frauen, die als "Gründungsmütter" bezeichnet werden, brachten ihr Wissen ein und machten Einfluss geltend, so dass ganz erstaunliche Erfolge möglich wurden. Von den Gründungsjahrzehnten bis in die heutige Zeit haben sich immer wieder Frauen eingesetzt, die mit großem Engagement und der nötigen Gelassenheit, mit Weisheit und Toleranz, über alle Standesunterschiede hinweg, ihre Verantwortung für die Landfrauen erkannt haben.



Mutige Frauen, die in der Geschichte des Verbandes herausragende Persönlichkeiten ihrer Zeit waren:

Bild von Therese Ullrich Therese Ullrich:
Kämpfte auf ihren Veranstaltungen für Frauenrechte und ihre tiefe religiöse Überzeugung. Sie gründete zahlreiche ländliche Zweigvereine.
Bild von Josepha Weiß Josepha Weiß:
Richtete ab 1912 Suppenschulen in Niederbayern ein, in denen ältere Mädchen angewiesen wurden, für die meist an Rachitis erkrankten Schulkinder nährreiches Essen zu kochen.
Bild von Graefin Anna Spreti Gräfin Anna Spreti:
Organisierte Säuglingspflegekurse, prangerte die "rücksichtslose Gleichgültigkeit gepaart mit krassem Egoismus gegenüber der Frau, Mutter und Bäuerin" an.
Bild von Baronin Elisabeth Riederer von Paar Baronin Elisabeth Riederer von Paar:
Sammelte für die "Mittelstandshilfe", welche die hungernde Stadtbevölkerung von 1920 bis 1923 versorgte, Lebensmittelspenden aus ländlichen Zweigvereinen.
Bild von Zita Zehner Zita Zehner:
Führte ab 1928 hauswirtschaftliche Schulungen in klösterlichen Haushaltsschulen durch und unterstützte die Ausbildung der ersten Dorfhelferinnen.

Diese engagierten Frauen stehen für viele weitere, die sich mit ihrem Handeln und Wirken für die Landfrauen Anerkennung erworben haben.



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Bild von Landsberg








Chronik des Vereins:



1911 (06.12.)

Berufung der "Landfrauenkommission" mit der Aufgabe, mitzuhelfen die gravierenden Mängel* im Land abzubauen und gleichzeitig den Aufbau ländlicher Zweigvereine in die Wege zu leiten. Vorsitzende: Gräfin Anna Spreti, Schloß Kapfing
* Bayern war Agrarland, ohne nennenswerte Industrie. Die Bevölkerung war verarmt. Viele soziale Probleme waren kennzeichnend für das Leben auf dem Land, wie hohe Säuglingssterblichkeit, Kinderarbeit, einseitige Ernährung, viele Krankheiten und niedriger schulischer Bildungsstand.

1912

Gründung des ersten ländlichen Zweigvereins in Vilsheim/Ndb. Mit weiteren Zweigvereinen wurden viele Aktivitäten entwickelt: religiöse und seelische Bildung, Auf- und Ausbau von Volksbibliotheken, Aufbau von Beratungsstellen (Kinder, Dienstboten, Versicherungswesen), Säuglingspflegekurse, Aufbau von Suppenschulen, Gründung kleiner Genossenschaften (Absatz von Geflügel, Eier, Gartenprodukte) sowie Flick- und Kochkurse.

1921

Erster großer Landfrauentag in Memmingen mit über 400 Bauersfrauen. Themen waren die wirtschaftliche Bedeutung der Frau sowie die Pflege und Erhaltung ländlicher Kulturwerte, Wohlfahrtspflege und weibliche Jugend.
Bis zum 1. Oktober 1930 wurden 451 solcher Landfrauentage abgehalten und dadurch weit über 135.000 Bauersfrauen erreicht.

1927

Ausbau der Arbeit unter dem Namen "Bayerische Landfrauenvereinigung des KDFB".
Ziel der Arbeit wird die Erlangung berufständiger Vertretungen.

1928

Der Frauenbund auf Bundesebene gibt neben der Zeitschrift "Frauenland" monatlich "Die katholische Landfrau" heraus. Die Zeitschrift wird zum wichtigsten Bildungsinstrument für die Landfrauen.

1929 (18.12.)

Offizielle Anerkennung der Bayerischen Landfrauenvereinigung des KDFB als Berufsorganisation der katholischen Landfrauen.

1933

Entzug der Anerkennung als Berufsorganisation durch die National-Sozialisten. Verlagerung der Aktivitäten auf religiöse Bildungsarbeit und soziale Hilfeleistungen.

1933 - 1945

Die gesamte öffentliche Verbandsarbeit wird durch den Nationalsozialismus unterbunden.

1946

Neubeginn der Arbeit der Bayerischen Landfrauenvereinigung des KDFB.

1947

Wiederaufnahme der bis heute jährlich stattfindenden Arbeitstagung für Lehrschwestern an den klösterlichen Berufsfachschulen / Hauswirtschaft.

1949 - 1951

In diesem Zeitraum werden 118 Landfrauen- und Jungbäuerinnentage mit 27.557 Teilnehmerinnen durchgeführt.

1951

Erste Landvolkshochschulenkurse für junge Frauen ab 18 Jahren im Kloster Indersdorf. Gabriele Weidl, Landessekretärin der Landfrauenvereinigung, leitet die Kurse.
Seit 1953 finden die neun- und zwölf-wöchigen Kurse zur Persönlichkeitsbildung am Petersberg im Landkreis Dachau statt. Seit 1997 gibt es stattdessen Kurzkurse mit einwöchiger Dauer.

1953

Im Rahmen der Wiedergutmachung erteilt das Bayerische Landwirtschaftsministerium dem Verband die Anerkennung als Berufsorganisation für die katholischen Landfrauen. Seither gewährt das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten eine jährliche Zuwendung zur Bildungsarbeit für die Landfrauen.

1954

Die Aktion "Schülerinnen helfen Landfrauen" (heute "Landleben auf Zeit" genannt) startet im Auftrag des Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.
Bis heute wird die jährliche Ferien-Aktion im August (drei bis vier Wochen) in den Diözesen Augsburg und Würzburg durchgeführt.

1956 (13.07.)

Die Bayerische Landfrauenvereinigung des KDFB wird ein eingetragener Verein (e.V.). Die Bayerische Landfrauenvereinigung ist Gründungsmitglied der "katholischen Dorfhelferinnen" in Bayern.

1977

Der Landesverbandes der Bayerischen Landfrauenvereinigung des KDFB e.V. beschließt eine neue Satzung. Neu ist der Bewusstseinswandel, dass Landfrauen nicht nur Bäuerinnen sind, sondern alle KDFB-Mitglieder im ländlichen Raum.

1984

88. Deutscher Katholikentag in München: Der Stand der Landfrauenvereinigung findet großes Interesse.

1991

Erstmals Unterstützung durch eine geringfügig beschäftigte Bürokraft.

1992
Jubiläum: "80 Jahre Bayerische Landfrauenvereinigung des KDFB e.V."


Das Haus der Bayerischen Geschichte zeichnet für die Landesausstellung "Bauern in Bayern" in Straubing verantwortlich. Die Bayerische Landfrauenvereinigung ist eingeladen mitzumachen und entwickelt ein Gesamtkonzept zum Thema "Brauchtum in Dorf und Kirche". Sechs Diözesanverbände der Bayerischen Landfrauenvereinigung gestalten je ein Wochenende zu einem speziellen Schwerpunkt (von Mai bis September).

1994

Erste Arbeits- und Programmkonferenz mit Landes- und Diözesanvorstand bei Missio in München. Ziele sind Stärkung inhaltlicher Arbeit und Bearbeitung aktueller Fragen.

1995

Der erste Studientag zu "Gentechnologie - Zukunftstechnologie" findet in Augsburg statt. Er ist eine gemeinsame Veranstaltung der Bayerischen Landfrauen- und Bayerischen Hausfrauenvereinigung des KDFB e.V. sowie der "Eine-Welt-Kommission" des KDFB-Landesverbandes.

1996

Studientag "Gentechnik in der Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie" in Nürnberg.

1998

Das Registergericht in München genehmigt die Neufassung der Satzung des Landesverbandes des Bayerischen Landfrauenvereinigung des KDFB e.V. (beschlossen bei der Bayerischen Landfrauenvereinigung-Landesdelegiertenversammlung am 06.10.1997).

1999

Bundesarbeitstagung der Landfrauenvereinigung "Europa - Aufbruch in ein neues Jahrtausend" in Augsburg

2000

Eine eigene Referentin in Teilzeit für die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit der Bayerischen Landfrauenvereinigung des KDFB e.V.
Die mehrjährige Aktion "miteinander-füreinander" und das "Frühstück der kurzen Wege" zur Bewusstseinsbildung von VerbrauerInnen sowie zur Unterstützung regionaler Vermarktung und fairen Handels sind neue Angebote im Jahresprogramm.

2001

Bei einer vernetzten Unterschriftenaktion geht es darum, das Thema "Ernährung und Hauswirtschaft verstärkt in die Lehrpläne der allgemeinbildenden Schulen einzubringen" (54.000 Unterschriften). Die Landfrauengruppe des BBV, Bayer. Landfrauen- und Bayer. Hausfrauenvereinigung des KDFB e.V., Bayer. Landesauschuss für Hauswirtschaft e.V., Bayer. Elternverband e.V. und die Bayer. Verbraucherzentrale Bayern e.V. arbeiten dabei zusammen.

2002

In Nürnberg findet die Festfeier "90 Jahre mit und für Frauen im ländlichen Raum" zum Motto "Das Land wird seine Frucht geben" statt.

2003

Auf allen Verbandsebenen setzen sich die Landfrauen kritisch mit Biotechnik und Biomedizin auseinander. Die Vorstandschaften lehnen verbrauchende Embryonenforschung, Präimplantationsdiagnostik und den Import embryonaler Stammzellen ab. Eine Stellungnahme zur Biotechnologie am Menschen wird verabschiedet.
Mit einer Unterschriftenaktion kämpft die Landfrauenvereinigung gegen die Schließung von Postagenturen im ländlichen Raum.

2004

Zum letzten Mal gibt es eine Arbeitstagung für Ordensschwestern an klösterlichen Berufsfachschulen für Hauswirtschaft.
Der demographische Wandel und "Alt werden auf dem Land" beschäftigt die Landfrauen bereits im Folgejahr auf dem Dorfseminar in der Abtei Plankstetten.

2005

Beschluss einer neuen Vereinssatzung: Die Bayerische Landfrauenvereinigung ist keine Berufsorganisation mehr, sie wird als gemeinnütziger Verband weitergeführt.
Die Förderung einer posiven Regionalentwicklung am Beispiel des Waldviertels in Niederösterreich steht im Mittelpunkt der Landesdelegiertenversammlung

2006

Arbeits- und Programmkonferenz in Zusammenarbeit mit der Hanns-Seidel-Stiftung tagt zum Thema "Was bedeutet die Europäische Union (EU) für Frauen". Die Generalkonsulin von Bulgarien berichtet über die Situation der Frauen im ländlichen Raum in ihrem Land.




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Bild eines Bachlaufes auf dem Land








Struktur des Verbandes



Verbandsstruktur der Bayerischen Landfrauenvereinigung Geschäftstelle:

Bayerische Landfrauenvereinigung des KDFB e.V.
Schraudolphstr. 1
80799 München
Tel.: 089/28623-724
Fax: 089/283 951
E-Mail: KDFB_Landfrauen@web.de
Internet: www.landfrauenvereinigung.de

Landesvorstand
Landesvorsitzende: Christa Reiterer, Wurmannsquick
Stellvertreterinnen: Margot Ampferl, Kösching
Rosina Pallauf, Otterfing
Referentin: Barbara Meier de Florez
Montag und Mittwoch von 9.00 bis 16.00 Uhr
Verwaltung: Heidemarie Zaus
Donnerstag von 8.00 bis 15.00 Uhr
Ansprechpartnerinnen in den Diözesen:

Landfrauenvereinigung Augsburg:
Berti Weigl, Hilgertshausen
Landfrauenvereinigung Bamberg:
Diözesanvorstandschaft offen bis zur Neuwahl 2010
Bis dahin sind die Ansprechpartnerinnen:
Christa Reiterer, Landesvorsitzende der Bayer. Landfrauenvereinigung
Elisabeth Schillab, Diözesanvorsitzende des KDFB in der Erzdiözese Bamberg
Landfrauenvereinigung Eichstätt:
Hannelore Wechsler, Pleinfeld
Landfrauenvereinigung München/FS:
Elisabeth Huber-Saffer, Münsing
Landfrauenvereinigung Passau:
Christa Reiterer, Wurmannsquick
Landfrauenvereinigung Regensburg:
Margot Ampferl, Kösching
Landfrauenvereinigung Würzburg:
Helga Wächter, Gerolzhofen

Bild von Christa Reiterer Landesvorsitzende
Christa Reiterer
Bild von Frau Zaus Heidemarie Zaus
Verwaltung



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